Wie entwickelte sich Berlin nach der Reichsgründung 1871 von der nachbiedermeierlichen Haupt- und Residenzstadt Preußens zur Weltstadt? Neue Wohnquartiere von einem Hinterhof zum anderen, Großkaufhäuser und Grandhotels, Prunkbahnhöfe und Regierungspaläste – eine Kaiser- und Weltstadt auf märkischem Sand war im entstehen. Wie lebten die Menschen damals in unserer Stadt? Neben Glanz, Pracht und wohlhabenden Müßiggängern im berühmten Café Bauer, auf den Boulevards oder in den zahlreichen Theatern, gab es viel Elend im Obdachlosenasyl und in den Mietskasernen. Jürgen Grothe nutzt die Fülle seines historischen Bildmaterials zu einer informativen Dokumentation aus der (nicht nur) “guten alten Zeit”.
Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen führt vom Adenauerplatz am Kurfürstendamm zur Kommunalen Galerie am Hohenzollerndamm. Treffpunkt ist am 13.2., um 14.00 Uhr auf dem Adenauerplatz am Kurfürstendamm (U-Bahn-Ausgang Lewishamstraße/Wilmersdorfer Straße)
Frau Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen schreibt:
“Unsere Kommunale Galerie zeigt vom 24.1. bis zum 28.2. die Ausstellung “Kunstaffaire Charlottenburg-Wilmersdorf” mit Werken von 10 Künstlerinnen aus unserem Bezirk. Das haben wir zum Anlass genommen, unseren 98. Kiezspaziergang mit einer Besichtigung der Kommunalen Galerie zu beschließen. Die Leiterin Elke von der Lieth wird nicht nur durch die aktuelle Ausstellung führen, sondern auch ihre Zukunftspläne für die Kommunale Galerie vorstellen.
Zunächst werden wir vom Adenauerplatz durch das Wohnviertel zwischen Kurfürstendamm und Preußenpark gehen und unter anderem an den Gedenktafeln für Felix Nussbaum in der Xantener Straße, für Anita Berber in der Zähringerstraße, für Erich Maria Remarque und Will Meisel in der Wittelsbacherstraße vorbei kommen und das jüdische Bildungs- und Familienzentrum Chabad Lubawitsch an der Münsterschen Straße besichtigen.
Wie immer ist die Teilnahme frei.”
Zwei Unbekannte überfielen gestern Abend eine Post in Schöneberg und entkamen mit ihrer Beute. Die beiden Maskierten betraten gegen 18 Uhr 30 die Filiale in der Geisbergstraße und schlugen einer Angestellten mit einem unbekannten Gegenstand auf den Kopf. Das Räuberduo griff sich Geld, flüchtete zunächst zu Fuß, wobei der 45-jährige Filialleiter einen der Täter festhielt. Dieser konnte sich jedoch losreißen und fuhr mit seinem Komplizen in einem silberfarbenen Auto in Richtung Nürnberger Straße davon. Das Fahrzeug wurde als Kompaktwagen, ähnlich der „VW Golf“-Klasse beschrieben. Zudem wurde das Kennzeichenfragment „B-SL…“ abgelesen.
Während die angegriffene 44-Jährige ambulant in einem Krankenhaus behandelt wurde, blieben ihre 50-jährige Kollegin und der Filialleiter unverletzt.
Ein Raubkommissariat des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen wegen schweren Raubes übernommen.
Eigentlich müssen die Atomklos Neckarwestheim I in Baden-Württemberg und Biblis A in Hessen im kommenden Frühjahr bzw. im Herbst abgeschaltet werden. Der Spiegel meldet allerdings in einer Vorabnachricht, dass die Energiekonzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW am Donnerstagabend im Kanzleramt sich mit der Bundesregierung auf eine Verlängerung der Laufzeiten geeinigt haben. Das wäre eine Aufkündigung des Atomkonsenses, den auch die Energiekonzerne unterschrieben haben und ein Zurückweichen der bundesdeutschen Regierung vor Partikularinteressen. Nach Schätzungen sollen bis zu 300.000 Arbeitsplätze in der Alternativenergien durch die Verlängerung der Atomtechnologie gefährt werden. Die Verlängerung soll bis zu den Wahlen in Nordrhein-Westfalen geheim gehalten werden – so vermutete der ehemalige Umweltminister Gabriel von der SPD und nach der Donnerstagabend-Sitzung verlautete auch nichts in der Öffentlichkeit. Mit Scheinreparaturen hatten die Energiekonzerne die schon vor den Bundestagswahlen vereinbarten Stilllegungen auf das nächste Jahr verzögert.
Unzählige Tote lagen am Donnerstag auf den Staßen der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. Das schwere Erdbeben am Dienstag, 12. Januar 2009, kurz vor 10 Uhr abends zerstörte 70 Prozent der Bebauung. Zahlreiche Nachbeben machen den Rest der Häuser unbewohnbar. Und das ausgerechnet in Haiti, das ausgeplünderte Land auf der westlichen Hälfte der Karibik-Großinsel Hispaniola, in direkter Nachbarschaft zur Dominikanischen Republik. Jahrzehntelanger Raubbau an Naturschätzen, fehlende Investitionen in die Zukunft und kriminelle Diktatoren mit klangvollen Namen wie Duvalier haben aus dem Land ein Armenhaus auch ohne Erdbeben gemacht. Es fehlt an allem. Jemand, der schon vor dem Erdbeben versucht hat, vor Ort zu helfen, ist Thomas Diehl aus dem Münsterland, dessen gestriges Interview auf WDR2 mich veranlasste, diesen Blogbeitrag zu schreiben und für Unterstützung seines segensreichen Projekts Haiti-Not-Hilfe e.V. zu werben. Thomas Diehl hat nichts mit dem LandminenherstellerDiehl BGT Defence aus Überlingen zu tun. Der Verein Haiti-Not-Hilfe unterstützt u.A. ein Waisenkinderheim in Hinche. Der Familienvater hat nach einer Adoption zweier in Haiti geborener Kinder angefangen, das ins Auge springende Elend Haitis zu bekämpfen. Von einer finanziellen Unstützung seines Projekts werden keine Verwaltungskosten abgezweigt; das Geld landet direkt dort, wo es sinnvoll eingesetzt wird. Wer kann, kann – besonders nach dem Erdbeben – dort Gutes tun. Eine Tochter von Thomas Diehl beschreibt hier etwas zur Geschichte des Vereins und den aktiven Personen.
Zum Verständnis der politischen Situation Haitis sind die Veröffentlichungen des Autors, Geografen und ehemaligen Ministers Georges Anglade zu empfehlen. z.B.:
Ebenfalls aus dem Litradukt Verlag ist das Buch “Gottes Bleistift hat keinen Radiergummi” von Louis-Philippe Dalembert. Georges Anglade kam mit seiner Frau bei dem Erdbeben ums Leben.
Bereits zum zweiten Mal bietet die Kochschule Palladin in der Pallasstr. 14 ein 3-Gänge-Menü für 25 Euro an. Weil Koch und Köchin eben nicht vom Himmel fallen, müssen die Auszubildenden ihre Abschlussprüfungen trainieren. An ihrem großen Tag bereiten die Azubis ein 3-Gänge-Menü ganz alleine zu und üben dieses unter Bedingungen, die der Prüfungssituation ähneln. Dieses mal am Samstag, den 16.01.2009 um 18:00 Uhr. Um Anmeldung bei Frau Haug oder Herrn Kühnel wird gebeten. Telefon: 030-66 64 54 20 (erreichbar: 8 bis 11 Uhr und 15 bis 16 Uhr)
Das war lecker: statt hier einen Artikel über die Palladin-Kochschule zu schreiben, würde ich viel lieber eine Siesta halten, weil ich schlicht zuviel von dem Birnen-Parfait gegessen habe mit anschließendem Kaffe samt Petit-Fours aus Nougat. Dabei war das nur der Nachtisch, als Hauptgang gab es angebratenes Puten-Geschnetzeltes mit bissfestem Gemüse und Salzkartoffeln. Hmmm. Der Zufallsgang über den Winterfeldtplatz sollte eigentlich in die Goltzstrasse führen, endete aber in einem 3 Gänge-Menü. Die Palladin-Kochschule hat die Räumlichkeiten eines Großcafés übernommen, umgebaut und den Küchenraum über das Schaufenster einsehbar gemacht. Das sah schon von außen appetitlich aus: ein großes Angebot an Speisen à la carte, frisch zubereitet und aufgetischt in schlicht-schickem Ambiente (siehe Foto). Der hintere Raum ist etwas weniger einladend aber bei der Qualität, die hier geboten wird, würde man auch auf dem Schemel hocken, die Köstlichkeiten zu verspeisen. Geleitet wird die Schule, die Lehrlinge – pardon – Auszubildende auf die Gesellenprüfung vorbereitet, von Frau Haug und Herrn Kühnel, die sich auch um die Gäste kümmern. Weitere Angebote der Kochschule ist ein Catering für Festlichkeiten. Wer auf den Geschmack kommen möchte, lese die Buffetkarte.
Da möchte man sich dem Motto des Palladin anschließen: Filetieren, sautieren, blanchieren? Palladinieren!